Die fremde Yacht

Die fremde Yacht

Das Boot dümpelte am Anker, geschützt von einem Korallenriff, dass eine der abgelegeneren, kleinen Inseln der Malediven umringte. Kleine Wellen machten klatschende Geräusche an der Bordwand des kleinen Schoners. Das rote Licht des Sonnenaufgangs hatte mich geweckt, mich den zwanzigjährigen, nackten Jungen, der sich zu einem Schlummer auf dem Deck ausgestreckt hatte. Ich war sportlich und gertenschlank und wirkte immer noch sehr jung.

Ich trank ein wenig Wasser und irgendeinen Saft. Ich war immer schon Frühaufsteher und konnte fast überall schlafen. Mein Körper war superschlank, aber doch drahtig und gut bemuskelt mit einer Physik, die doch eine unübersehbare athletische Komponente hatte. Ich war bereits die dritte Woche auf diesem Boot, und meine glatte, sorgfältig enthaarte Haut zeigte die streifenfreie Bräune einen jungen Mannes, der oft nackt sonnte. Ich hatte den Look, den ich damals favorisierte: Glatte, haarlose Haut, sportlich, nahtlos gebräunt.

Ich schüttelte meine langen, blonden Locken. Dann sprang ich von Bord, tauchte in das Wasser der Lagune und schwamm in Richtung Insel. Es war eine kleine Koralleninsel, gekrönt von einigen Palmen und einigem Buschwerk, das eine Seite von der anderen abschirmte. Die Insel war kaum über dem Wasserspiegel und deshalb wohl unbewohnt.

Ich ging nicht sofort an Land, sondern kraulte eine halbe Stunde durch das warme Wasser in der Lagune. Ich genoss die warmen Wogen, die mich am ganzen Körper berührten und liebkosten. Ich jubelte innerlich die Stärke und Kraft meiner Schwimmzüge genießend. Hier im Wasser fühlte ich mich fast wie zu Hause. Meine Jugendfreunde hatten mich nicht umsonst Wasserratte genannt. Ich war immer im Wasser, ob am Meer, am Fluss oder am See. Ich lag im Gras und las meine Schulbücher zwischen den Schwimmzeiten. Ich war ein Athlet, kein Bulle, und die Schule bis zum Abitur bot mir keinerlei Schwierigkeiten.

Ich schwamm jetzt ans Ufer und unternahm einen Rundgang um die kleine Insel. Dort bewunderte ich die südlichen Farben der Vegetation, das Blau des Indischen Ozeans und der Lagune kontrastierend mit dem wolkenlosen Himmel. Ich war wie ein Forscher, so allein auf diesem Eiland, das wohl selten nur ein Fischer besuchte. Keinerlei menschliche Spuren waren zu sehen. Der Strand war makellos. Sicher, ich, Gregor, war da, aber ein schlanker, nackter Twen war kaum ein Eindringen der Zivilisation.

Die Kreuzfahrt auf diesem Schoner war einer von denen, bei denen Kleidung optional war. Ich musste meine Freundin lange überreden, ihn zu buchen. Mir machte die allgemeine Nacktheit natürlich nichts aus. Ein sexy Junge wie ich war überall willkommen, egal ob nackt oder mit Sarong. Natürlich waren die Einwohner der Malediven meist Muslims, die diese Nacktheit nicht gern sahen, aber auf dem Boot war es wie in einer anderen Welt.

Ich zeigte mich gerne nackt. Mein Körper war gepflegt, makellos und ohne jede Behaarung. Mein Penis entsprang direkt aus meinem Körper, nicht aus einem wirren Dickicht krauser Haare. Das ließ mich noch nackter und mehr sexy fühlen und aussehen. Zu Hause hatte meine Familie und meine Freundinnen aufgegeben, mir Kleidung in meinem Zimmer oder hinten im Garten aufzuschwatzen. In meinem Zimmer war ich praktisch immer unbekleidet, selbst, wenn meine Mutter an die Tür klopfte. Sie konnte in der Tür stehen bleiben oder hereinkommen, immer stand ich mit nacktem Arsch da. Nun, ich war eben schon volljährig. Wenn Fremde zu Besuch waren, wickelte ich mir selbstverständlich einen Sarong um die Hüften.

Ich umrundete die Spitze der Insel. Die Vegetation verbarg den Schoner vor meinen Blicken. Jetzt fühlte ich mich wirklich allein wie ein Gestrandeter. Während meiner zweiten Umkreisung des Eilands entdeckte ich ein luxuriöses Boot, das nahe am Ufer segelte. Ein wirklicher Segler, ganz neu und modern gebaut. Eine freundliche Frau stand an der Reling und winkte mich an Bord. Was das die Schiffsführerin? Also schwamm ich die kurze Distanz und wurde an Deck gezogen.

Da war eine Crew von acht Matrosen, alle Süd-Asiaten mit oliver Haut. Alle trugen Sarongs.
„Sri Lanka“, hörte ich eine Stimme hinter mir. „Die Jungs sind alle aus Sri Lanka.“
Ich drehte mich um und sah die gut aussehende junge Frau jetzt aus der Nähe. Ich schätzte sie Mitte zwanzig. Ihre Haut war viel hellhäutiger als die Crew. Sie hatte ein europäisches Aussehen und war ganz offensichtlich die Eignerin des Schiffs. Ich fühlte plötzlich eine gewisse Anziehung zu der Frau mit den hellblonden Haaren und blauen Augen, die dem Meer Konkurrenz machten.
„Ich habe bemerkt, dass du dich gefragt hast, woher meine Jungs kommen. Ich selbst bin Niederländerin. Dank meiner Familie kann ich mir dieses Boot erlauben. Aber genug davon. Ich bin Grietje Linders, die Kapitänin dieses Schiffes. Erzähl’ mir doch von dir, schöner Junge. Du kommst mir vor wie eine männliche Meerjungfrau, die ich aus dem Wasser gefischt habe. Kommst du von dem Schoner, den wir gesehen haben?“

„Ja, daher bin ich“, musste ich zugeben. „Manche meiner Freunde nennen mich Wasserratte, aber Meerjunge klingt irgendwie besser. Ich heiße Gregor Grunwald. Manche meiner Freunde nennen mich Greg.“
„Okay“, lächelte Grietje. „Dann nenne ich dich Meerjunge. Du bist so geschmeidig, schlank und nackt, wie eine echte Kreatur aus dem Meer.“
Verdammt, sie gefiel mir.
„Danke für das Kompliment, aber falls du es wissen willst, Grietje, ich bin kein Kind mehr. Ich bin über zwanzig, also volljährig. Manche meinen, ich sehe jünger aus, besonders, wenn ich nackt und frisch rasiert bin.“

Ich war nur einsfünfundsiebzig und um die fünfzig Kilo und wurde oft für jünger gehalten, besonders, wenn ich nackt war. Nur meine Muskulatur wies auf mein wahres Alter hin, eine Physik wie ein Faun, geformt durch so viel Laufen und Schwimmen. Manche sagten mir nach, ich sei ein wenig zu sweet, aber meine langen, blonden Locken, meine gut geformten Wangenknochen und meine hellblauen Augen ließen doch die männlichen Züge überwiegen.

Meine kleinen, roten Nippel, der tief eingesunkene Nabel, die schmalen Hüften, die meine überraschend große Männlichkeit umrahmten, alles das zog die Blicke der Mädchen auf sich, die dafür empfänglich waren. Und das waren eine ganze Menge. Ich hatte so wenig Körperfett, dass man an manchen Stellen die Venen durch meine Haut schimmern sehen konnte. Verdammt, ich war glatt, schlank, gebräunt, jung und sportlich, der sexuelle Traum vieler Frauen. Aber nicht deren allein. Manchmal musterten mich auch Jungs und Männer nicht ohne Neid.

„Und ja, ich bin von diesem Schoner. Im Moment habe ich Probleme mit meiner Freundin. Trotzdem muss ich dahin zurück. Beziehungsprobleme“, erklärte ich.
„Ich nehme an, das du meinst, dass einer von euch der Versuchung nicht widerstehen konnte und mit anderen Mädchen oder Jungs rum gemacht hat. Nun, diese Sachen passieren eben auf romantischen Kreuzfahrten. Alle diese jungen Körper und schönen Gesichter. Du solltest das nicht zu ernst nehmen“, lächelte Grietje.

Ich zögerte. Diese junge Frau war eine Fremde. Andererseits, warum sollte ich bei ihr nicht etwas Dampf ablassen, Sex haben und meine vollen Nüsse leeren? Ich würde sie nie wieder sehen. Also machte ich bei ihr meinem Herzen Luft.

„Ich nehme das alles nicht so ernst, aber meine Freundin tut es. Ich bin derjenige, der gerne etwas mit den anderen Girls auf dem Schoner spielt. Er schreibt Geschichten und macht mich darin zu einer Art Schürzenjäger. Was kann ich denn dafür, das eine Menge Girls meinen Look gut finden? Monogamie ist doch in meinem Alter unnatürlich. Ich kann meiner Freundin nicht helfen, wenn sie glaubt, mich exklusiv haben zu können. Ich bin noch keine dreißig. Aber Jacqueline kann es nicht auf diese Art sehen. Sie nennt mich untreu. Dabei sind wir nur ein junges Paar, das Spaß haben will, habe ich gedacht.“

„Stammen diese blauen Flecken von ihr?“ fragte mich Grietje und deutete auf die roten und gelben Fingerspuren an meinen Oberarmen.
„Ja, das tun sie. Sie hat mich während eines Streitgesprächs da hart angefasst. Nein, sie schlägt mich nicht oder so was. Es war nur in einem Impuls. Okay, manchmal gibt sie mir ein paar Klatsche auf den Arsch, aber nur als Vorspiel zum Sex.“
„Du meinst, sie spankt dich?“ warf Grietje ein.
„Ja, so in der Art. Manchmal will ich, dass sie damit weiter geht, aber sie ist dazu ein zu braves Mädchen. Sie ist definitiv nicht offen für so was oder pervers.“

„Was hältst du davon etwas mehr in dieser Richtung zu erleben, Gregor?“ fragte mich Grietje.
„Nun ja, keine Ahnung. könnte sein. Weißt du, ich hatte nie die Gelegenheit damit zu experimentieren.“
„Aber du könntest interessiert sein, diese Seite deiner Sexualität mal auszuleben, oder Gregor?“

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